Queere Kämpfe in Zeiten des Krieges: Zwischen Radikalität, Liberalismus und Autoritarismus

Erinnert ihr euch an das Video, in dem Wolodymyr Selenskyj «oben ohne» und in High Heels in der ukrainischen Version von «Dancing with the Stars» tanzt?1 Die Aufnahme begeisterte westliche Liberale und auch Linksliberale zutiefst, denn sie dekonstruierte Putins absurde Propaganda über eine faschistische Regierung in der Ukraine. Denn aus der Geschichte und Forschung zum Faschismus wissen wir, dass die Beziehungen dieser Bewegung zur Homosexualität recht komplex sind: Mannerbünde, Röhm, der Kult des männlichen, weißen, durchtrainierten Körpers. Kraft, Kontrolle, Belastbarkeit.2 Das Bild von Selenskyj, der in einer Fernsehsendung tanzt, durchbrach dieses Schema für einen Moment und machte den ukrainischen Präsident letztlich immun gegen die von der russischen Propaganda gesäten Vorwürfe, die Ukraine würde von Faschisten regiert. Denn Faschisten tolerieren keine Exzesse, Transgressionen oder Sexualität, die über das Private hinausgehen.

Die Figur Selenskyjs, der später die High Heels ablegte und gegen praktische, paramilitärische Kleidung austauschte, in der er die Salons westlicher Staatsoberhäupter besuchte, fiel auch autoritären Führern im Weißen Haus auf. Der jüdischstämmige Politiker aus Osteuropas brach ästhetische und geschlechtsspezifische Konventionen. Er ließ sich weder von US-Präsident Donald Trump, noch von seinem Stellvertreter, J. D. Vance, demütigen, die ihn anlässlich seines Outfits – Militärsweater statt Anzug – herunterputzten.3 Eine antisemitische und misogyne Tradition, bekannt aus den Schriften Otto Weiningers, klopfte an Washingtons Türen. Weiniger beschrieb in seinem 1903 in Wien erschienenen Buch «Geschlecht und Charakter» den Juden als schwach, materialistisch, passiv und weiblich, was den frauen- und judenfeidlichen Diskurs zu Beginn des Jahrhunderts zusammenschweißte.4 War die Maßregelung der obersten Republikaner eine Reaktion auf die queere Potentialität des ukrainischen Präsidenten?

Von Strauß bis Stalin: Queere Erfahrungen in Krisenzeiten

«Lieber ein warmer Bruder als ein kalter Krieger.» Mit diesem Satz reagierten schwule Aktivisten Anfang der 1970er Jahre auf eine polemische Bemerkung des bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Dieser hatte 1971 erklärt, er sei «lieber ein kalter Krieger als ein warmer Bruder»; er verhöhnte damit Homosexuelle und unterstrich gleichzeitg seine antikommunistische Haltung. Die queere Bewegung griff diesen Ausspruch auf, kehrte ihn ins Gegenteil und verwandelte ihn in ein Symbol der Selbstbehauptung gegen Krieg, Moralismus und staatliche Kontrolle.5

Dieser Text verfolgt zwei Ziele: Erstens soll er zeigen, wie eine queere Perspektive das Denken über Krieg und Geopolitik beeinflusst. Zweitens möchte ich als queerer Akademiker und linker Aktivist meine Überlegungen zu Sicherheit und Solidarität seit der Eskalation des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 reflektieren. Ich beginne aber mit einem kurzen historisch-queeren Überblick über die wichtigsten Kriegserlebnisse des 20. Jahrhunderts.

Krieg und allgemeiner – Zustände militärischer Mobilisierung – bedeuten für nicht-heteronormative Personen immer eine doppelte Bedrohung: zum einen die physische Gefahr des Krieges, zum anderen die politische und moralische Verschärfung, die in Krisenzeiten stets zu einer Einschränkung sexueller und geschlechtlicher Freiheiten führt. Die Geschichte zeigt, dass solche Mechanismen nicht neu sind. Der Paragraph 175 wurde 1871 in das Strafgesetzbuch des Deutschen Reiches aufgenommen und stellte sexuelle Handlungen zwischen Männern als «widernatürliche Unzucht» unter Strafe. Im Dritten Reich wurde der Paragraph verschärft, Homosexualität kriminalisiert und insbesondere schwule Männer und trans Frauen als Bedrohung für die «Volksgemeinschaft» verfolgt. Darunter fielen nicht nur Deutsche, sondern auch Angehörige der von Deutschland besetzten Gebiete.6

In den Vereinigten Staaten kam es während des Kalten Krieges zur «Lavender Scare», eine mccarthyistische Kampagne gegen queere Personen, die analog zur «Red Scare» im Klima eines irrationalen Antikommunismus und Antisemitismus wurzelte.7 Die Prozesse gegen Julius und Ethel Rosenberg, die 1953 hingerichtet wurden, verdeutlichen, wie eng sich in dieser Zeit antikommunistische Hysterie und antisemitische Untertöne verbanden. In dieser Atmosphäre galten Homosexuelle als Sicherheitsrisiko, da man befürchtete, sie könnten von feindlichen Geheimdiensten erpresst werden. Diese Verfolgung führte zugleich zu den ersten Versuchen, eine homophile Bewegung als Antwort auf staatliche Repression institutionell zu organisieren.

Auch in der Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten wurde Homosexualität kriminalisiert. Nach einer kurzen Phase des sogenannten Antikriegskommunismus, in der Homosexualität nach der Revolution vorübergehend entkriminalisiert war, führte Stalin 1934 erneut ein Verbot ein. Homosexualität wurde als «bürgerliche Perversion» und als Gefahr für die sozialistische Moral dargestellt. So wurde Queerness selbst zu einer politischen Kategorie, die den vermeintlichen «inneren Feind» markierte.8

Krieg als Geschlechterordnung

Krieg ist ein Bestandteil des männlichen Genders – des sozialen Geschlechts. Die Kritik und letztlich die Überwindung ebendieser sozialer Geschlechterrollen war hingegen stets eine Kernforderung moderner emanzipatorischer Strömungen. Beispielhaft dafür stehen die Schriften von Rosa Luxemburg,9 Clara Zetkin10 oder der Essay von Friedrich Engels über Familie, Kapitalismus und Privateigentum.11 Der aktuelle globale, beinahe permanente Kriegszustand tritt während einer tiefen Krise auf, in der sich eben diese emanzipatorischen, linken Bewegungen seit Jahren befinden. Die toxische geopolitische Männlichkeit gewinnt an Stärke. Autoritäre Regime und konservative Weltanschauungen – vom christlichen Orbán über Putin bis hin zu den Ajatollahs und der Hamas – und verschärfen Konflikte weltweit. ein. Unter dem Einfluss der Innenpolitik Russlands und Chinas führen die zentralasiatischen Staaten wie Beispielsweise Kasachstan, die historisch Opfer des russischen Kolonialismus waren,12 Gesetze zur Regulierung von Drogenkonsum und Sexarbeit/Prostutution ein,13 von denen Migrant*innen, queere Personen, Frauen und Menschen, deren Biografien mehrere dieser Identitäten verbinden, überproportional betroffen sind. Dies ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie die wachsende Macht autoritärer Regime das Leben queerer Personen beeinflusst. Aber auch viele weitere weltpolitische Momente der vergangenen Jahre, die Queerness, Krieg und Sicherheit verknüpfen, symbolisieren diese Tendenz für mich.

In unvollständiger Assoziation folgt ein Palimpsest dieser Ereignisse: Russland greift die Ukraine 2022 mit einer groß angelegten Invasion an, deren Vorzeichen die Annexion der Krim 2014 war. Die ukrainische Regierung führt ein Gesetz ein, wonach Männer über 18 Jahren die Ukraine nicht verlassen dürfen. Dies betrifft auch schwule Männer und Transfrauen. Viele von ihnen fürchten Zwangsrekrutierung, homo- und transfeindliche Gewalt im Militär und den Tod an der Front. Gleichzeitig dienen in der ukrainischen Armee viele weibliche queere Soldatinnen.14 Antifaschistische und antiautoritäre Aktivistinnen aus der Ukraine versuchen, ihre Genoss*innen im Westen auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Die Kritik an der NATO ist für sie ein westliches Privileg, die Realität ist die Produktion von Drohnen zur Verteidigung gegen Angriffe der russischen Armee. Sergey Movchan vom ukrainischen anarchistischen *Solidarity Collectives*, das Menschen an der Front unterstützt und humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung leistet, sagt mir in einem Podcast, dass der Neoliberalismus besser sei als der Putinismus.15 Kurz darauf tritt er selbst der Armee bei und berichtet darüber auf Instagram.

Weiter: Die ukrainische Regierung erwägt einige Monate nach der Invasion die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.16 Schließlich lockert die Regierung im Jahr 2025 auch ihre Ausreiseregelungen für Männer im «wehrfähigen» Alter.17 Gleichzeitig nimmt das Interesse des Westens an Unterstützung für die Ukraine ab und anti-ukrainische Stimmungen, etwa in Polen, wachsen. In Russland mobilisiert Putin die Armee vor allem unter Armen und ethnischen Minderheiten. 2023 erklärt die russische Duma die internationale LGBT-Bewegung für «extremistisch».18 Unabhängige Journalistinnen, Aktivistinnen und queere Personen verlassen Russland massenhaft. Viele von ihnen kommen nach Deutschland. Menschenrechtsorganisationen berichten über verfolgte queere Personen aus Tschetschenien, die zwangsweise an die Front im Krieg gegen die Ukraine geschickt werden.19 Ein anderer befreundeter Aktivist, der queere Menschen in Russland unterstützt, sagte mir, dass dies für sie einem sicheren Tod gleichkommt.

*Außerdem: *Gleichzeitig spitzt sich die Lage im Nahen Osten erneut zu: Am 7. Oktober 2023 verübt die Hamas einen immensen Terroranschlag in Israel. Darauf folgte eine sehr brutale Antwort seitens des jüdischen Staates. Die (Nicht-)Reaktionen eines großen Teils der westlichen Linken umfassen unter anderem Zweifel an den Berichten über die sexualisierte Gewalt, die Hamas-Mitglieder während des Angriffs verübten. Einige Zeit später kursiert im Internet ein Foto eines IDF-Soldaten mit einer Regenbogenflagge vor den Ruinen von Gaza. Ich frage mich, ob es echt war. Queerer Befreiungsanspruch vermischte sich mit der Kriegsrealität.

Die oben genannten Momente waren für mich entscheidend oder beeinflussten, rückblickend auf die letzten Jahre, meine Reflexion über die weltweite geopolitische Lage aus der Perspektive der von mir begonnenen Forschungen zur queeren Geschichte in Osteuropa. Als ich die Entwicklung der Kriegsereignisse aus einer emanzipatorischen Perspektive verfolgte, befürchtete ich, dass die queere Perspektive in den Hintergrund treten und von Kriegsdiskursen verdrängt werden würde. Ich wurde von Gayle Rubins Gedanken und ihrem 1984 verfassten Essay «Thinking Sex: Notes for a Radical Theory of the Politics of Sexuality»20 geleitet, der als einer der grundlegenden Texte zu Queer Studies und Sexualitätstheorie gilt. Darin ruft sie auf, Sexualität und Sex auch in Zeiten nuklearer Bedrohung nicht als frivole und nebensächliche Angelegenheit zu behandeln: «[…] precisely at times such as these, when we live with the possibility of unthinkable destruction, that people are likely to become dangerously crazy about sexuality».21

Widersprüche aushalten

Die Antwort auf die Frage, wie man eine politische Position schaffen kann, welche die Lebensrealität queerer Menschen berücksichtigt, scheint einfach zu sein: die Unterstützung demokratischer Staaten, die sexuellen Minderheiten und Transmenschen Grundrechte garantieren (oder dabei sind, diese Rechte anzuerkennen), und die Ablehnung queerefeindlicher autoritärer Tendenzen innerhalb sozialer und politischer Bewegungen. Der Schaffung einer internationalen solidarischen und emanzipatorischen politischen Positionierung steht jedoch die patriarchale Logik des Krieges und verschiedene Tendenzen innerhalb der globalen Linken im Weg.

Das drängendste Problem ist die Zwangsrekrutierung. Sie widerspricht den Prinzipien der Freiheit und Selbstbestimmung. Viele in Osteuropa lebende schwule Männer und Transfrauen oder, allgemeiner gesagt, queere Menschen mit männlichem Geschlechtseintrag in ihren Dokumenten, fürchten sich vor dem Zwangswehrdienst. Militärische Strukturen basieren sehr oft auf Hierarchien und Unterdrückung dieser Menschen. Doch die Angst vor Gewalt und Diskriminierung im Militär kommt gleichzeitig die Furcht vor der russischen militärischen Bedrohung. Ist es möglich, sich gegen diesen Autoritarismus oder (wie er von vielen in Osteuropa genannt wird) russischen Faschismus zu wehren, ohne die Prinzipien von Freiwilligkeit und individueller Freiheit aufzugeben? Die Geschichte zeigt, dass einmal verlorene Freiheiten nur schwer wiederzugewinnen sind. Dieses Prinzip leitet alle, die sich gegen diktatorische Regierungen und ihre Herrschaft auflehnen.

Diese Frage wird auch in Deutschland viel diskutiert. Als die Abgeordnete der Linken Clara Bünger ihre Priorität gegen die Wehrpflicht deutlich machte, wurde sie vom Satiriker Fabian Köster in der «Heute Show» belächelt und gleichzeitig von Ole Nymoen, Kolumnist des deutschen Jacobin, kritisiert.22 Ihre klare Ablehnung von Militarisierung und Zwang ist jedoch die Grundlage demokratischen, emanzipatorischen und freiheitlichen Denkens. Wenn wir darauf verzichten, verlieren wir die Grundlagen von Freiheit und Gleichheit. Autoritäre Regime müssen unbestreitbar bekämpft werden, auch mit militärischen Mitteln. Gleichzeitig wäre das Fehlen von Widerstand und Reflexion gegenüber Zwang ein ideologischer Schritt in Richtung der Ideologie des Putinismus. Die Integration dieses Widerspruchs ist ein politisches und kritisches «must-have».

Auf praktischer Ebene kann man die Antwort unter anderem in einer vom Kollektiv linXXnet aus Leipzig organisierten Diskussion suchen, an der linke Personen aus Deutschland und der Ukraine teilnahmen.23 Dabei wurden sehr konkrete Argumente vorgebracht: Die Verachtung des Liberalismus muss überwunden werden, um eine emanzipatorische Front aufzubauen. Ebenso verdiene der Pazifismus im Kampf gegen den russischen Aggressor eine Pause. Die Frage der Militarisierung und Waffenlieferungen müsse hingegen neu formuliert und präzisiert werden: Wir sollten nicht darüber diskutieren, ob Waffen geliefert werden sollen, sondern welche Ausrüstung dabei helfen könne, einerseits die Zivilbevölkerung zu schützen und andererseits den Konflikt nicht unnötig zu eskalieren. Schließlich würde eine bessere Ausrüstung der ukrainischen Armee auch die Anzahl an Todesfällen unter Soldat*innen reduzieren. Umso wichtiger scheint die Frage danach, mit *welcher* Ausrüstung wir die sich verteidigende Ukraine unterstützen, wenn man bedenkt, dass Polen, Lettland, Litauen, Finnland und Estland beschlossen haben, aus dem Ottawa-Abkommen von 1997 über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen und über deren Vernichtung auszutreten.24

Praktische und konkrete Lösungen führen natürlich zu neuen Fragen, Zweifeln und Hindernissen, wenn die Vorschläge in die Tat umgesetzt werden sollen. In der deutschen und globalen Linken herrscht ein großes Unverständnis über den russischen Imperialismus. Als Antwort darauf haben einige osteuropäische Linksparteien Central-Eastern European Green Left Alliance25 gegründet und sich damit von europäischen Linken wie Yanis Varoufakis distanziert. Unter der Fittiche der in Deutschland wie Pilze aus dem Boden schießenden kommunistisch-autoritären politischen Gruppen gelangen immer mehr Ideen, in denen Antizionismus, Antiimperialismus und Antisemitismus zu einem zentralen politischen Postulat verschmelzen, in die linke Debatte. Oft romantisieren sie die Geschichte der Sowjetunion oder glorifizieren sogar den Stalinismus mit seinen schlimmsten antisemitischen Traditionen. Sie sind daher ein schwieriger Partner im Kampf für queere Freiheit aus globaler Perspektive,26 aber können sie mit ihrem queer-feministischen Programm große Erfolge bei jungen Menschen erzielen.

Die Übernahme des queeren und antikapitalistischen Ideenpakets durch solche autoritäre Gruppierungen ist gefährlich. Es führt zu einer Spaltung der kapitalismuskritischen Front. Aus der Perspektive der zuvor erwähnten Notwendigkeit einer stärkeren Öffnung gegenüber liberalen Akteuren im Kampf gegen den Autoritarismus sind der queere Marxismus und die Gewinne des sogenannten «materialist turn»27 in der Queer-Theorie von unschätzbarem Wert. Ihr Verlust auf der Ebene der Praxis aufgrund einer autoritären Vereinnahmung ist deshalb schmerzhaft und wirkt sich auf queere Kriegsopfer, Geflüchtete und vulnerable Menschen ohne Migrations- oder Fluchterfahrung in westlichen Gesellschaften aus. Für diese Menschen sind materielle Grundlagen wie ein Dach über dem Kopf, Sozialleistungen, Nahrung und Gesundheitsversorgung weit mehr als nur Theorie. Deshalb muss die linke und internationale Position ihre queere und antikapitalistische Basis im Kampf gegen den russischen und anderen Faschismen bewahren.

  1. https://is.gd/sFgEIc (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  2. Theweleit, Klaus. Männerphantasien. Frankfurt am Main: Roter Stern, 1977–1978.
  3. https://is.gd/BXmBBs (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  4. Otto Weininger, Geschlecht und Charakter. Eine prinzipielle Untersuchung, Wien: Wilhelm Braumüller, 1903.
  5. Teresa Tammer, ‘Warme Brüder’ im Kalten Krieg. Die DDR‑Schwulenbewegung und das geteilte Deutschland in den 1970er und 1980er Jahren, Berlin: De Gruyter, 2023.
  6. Joanna Ostrowska, Jene. Homosexuelle während des Zweiten Weltkriegs, Berlin: Metropol Verlag, 2023. Die Opfer dieses Gesetzes erhielten im Jahr 2017 endlich das Recht auf Entschädigung, https://is.gd/N2JBF7 (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  7. David K. Johnson, The Lavender Scare: The Cold War Persecution of Gays and Lesbians in the Federal Government, New York/London: Duke University Press, 2011.
  8. Dan Healey, Homosexual Desire in Revolutionary Russia: The Regulation of Sexual and Gender Dissent, Ithaca/London: Cornell University Press, 2001.
  9. Rosa Luxemburg, „Narodowość i autonomia“ (Nationalität und Autonomie), Przegląd Socjaldemokratyczny (Sozialdemokratische Rundschau), 1908, Nr. 10, S. 795–818. Luxemburg setzt sich in diesem Text nicht nur, wie in vielen ihrer Schriften, mit den Rechten der Frauen auseinander, sondern stellt hier in bemerkenswerter Weise das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung dem Recht der Nationen auf Selbstbestimmung gegenüber, was diesen Aufsatz im Zusammenhang mit dem Thema meines Artikels besonders erwähnenswert macht.
  10. Clara Zetkin, Erinnerungen an Lenin: Gespräche über die Frauenfrage (Januar 1925), https://is.gd/UN6Ho3 (zuletzt besucht am: 14.11.2025).
  11. Friedrich Engels, Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats (im Anschluss an Lewis H. Morgans Forschungen), Marx-Engels Werke, Band 21, Dietz Verlag, 1884, https://is.gd/y495HF, (zuletzt besucht am: 14.11.2025).
  12. Andreas Kappeler, The Russian Empire: A Multi‑ethnic History, London: Routledge, 2001, S. 21-58.
  13. https://is.gd/vxXGIY, https://is.gd/p1UmIj (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  14. https://is.gd/hnSfux (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  15. https://is.gd/2s1AKk (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  16. https://is.gd/HETSWV (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  17. https://is.gd/PNfRQa (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  18. https://is.gd/na4pqX (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  19. https://is.gd/0DKqAU (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  20. Ich bin mir bewusst, dass Gayle Rubins Essay Inhalte enthält, die pädosexuelle Verhaltensweisen unterstützen. Dennoch habe ich mich entschieden, ihre Präsenz in der Geschichte der Queer-Theorie nicht zu ignorieren, da ein solches Auslöschen auch die Gewalt unsichtbar machen würde. Gleichzeitig möchte ich die Bedeutung von Aufarbeitungsinitiativen wie der Ausstellung Aufarbeiten: Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Zeichen von Emanzipation im Schwulen Museum im Jahr 2024 betonen. https://is.gd/jBLCuq (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  21. Rubin, Gayle S., Thinking Sex: Notes for a Radical Theory of the Politics of Sexuality, in: C. Vance (Hrsg.), Culture, Society and Sexuality, London: Routledge & Kegan Paul, 1984, S. 143–178.
  22. https://is.gd/Toc3FQ (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  23. https://is.gd/l5BO5z (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  24. https://is.gd/VwxVxh (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  25. https://ceegla.org/ (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  26. https://is.gd/20HRDl (zuletzt besucht am: 08.11.2025).
  27. Beispielhafte Lektüren, die den materialistischen Turn in der Queer-Theorie thematisieren, sind u. a. Gleeson, Jules Joanne & O’Rourke, Elle (Hrsg.), Transgender Marxism, London: Pluto Press, 2021; Liu, Petrus, The Specter of Materialism, Durham: Duke University Press, 2023; Floyd, Kevin, Reification of Desire: Toward a Queer Marxism, New York: Routledge, 2009.; sowie Hark, Sabine & Keller, Paula-Irene (Hrsg.), Materialistischer Queerfeminismus: Geschlecht – Sexualität – Kapitalismus, Bielefeld: Transcript Verlag, 2022.