Sicherheit für wen? Die Ukraine im Krieg und die Normalisierung des Ausnahmezustands.

übersetzt von Laura Clarissa Loew

Krieg beginnt immer mit einem Sicherheitsversprechen: Der Angreifer behauptet, sich selbst zu verteidigen; der Angegriffene kämpft, um sich zu verteidigen. Sobald der Krieg jedoch einmal beginnt – so das Paradox eines jeden Krieges – bricht die Sicherheit auf beiden Seiten zusammen. Nicht nur Leben sind in Gefahr, sondern das gesamtgesellschaftliche Gewebe beginnt, sich aufzulösen: Kritische Infrastruktur, soziale Institutionen und das alltägliche Leben geraten in Bedrohung. Gleichzeitig fordert der Staat gesellschaftliche Mobilisierung und Konsolidierung: Prozesse, die als kriegsnotwendig dargestellt werden, aber häufig Freiheit und Demokratie unterminieren. Diese Tendenzen zeichnen sich auch seit der russischen Vollinvasion in der Ukraine ab: zehn-, gar hunderttausend Tote, eine am Boden liegende Wirtschaft, deren Wiederaufbau wohl ein Jahrhundert dauern wird, und eine Bevölkerung, die nach demographischen Prognosen bis 2100 um die Hälfte schrumpfen könnte.1 Doch über das unermessliche menschliche Leid hinaus bedroht der Krieg auch die Demokratie in der Ukraine.

In der klassischen Politikwissenschaft wird üblicherweise zwischen zwei Sichtweisen auf die Beziehung zwischen Krieg und Demokratie unterschieden.2 Während die eine Krieg als «Hebamme der Demokratie» versteht, und die Geburt von Freiheit aus dem militärischen Kampf annimmt, betont die zweite die Beschränkung von Freiheiten während kriegerischer Auseinandersetzungen und zeichnet diese als Wegbereiter autoritärer Regime. Auch, wenn die ukrainische Führungselite und ihre westlichen Partner:innen den Krieg als Kampf um die «Werte von Freiheit und Demokratie»3 verstehen wollen, erzählt ein Blick hinter die Kulissen der vergangenen vier Jahre eine andere Geschichte: Die Kriegslogik hat sich in der Ukraine weit über die Schützengräben hinaus ausgeweitet, sie durchdringt jede Ebene des gesellschaftlichen Lebens, verändert sie, und unterwirft sie ihren Zwängen. Bildung und Wissenschaft sind inzwischen eng mit militärischen Zielen verknüpft: In Schulen und Universitäten werden Workshops organisiert, in denen Tarnnetze geflochten oder Drohnen zusammengeschraubt werden, und Wehrübungen sind zu einem verpflichtenden Teil des Kurrikulums geworden. In der Kulturindustrie hingegen wird der Krieg romantisiert, Darstellungen in Musik und bildender Kunst zelebrieren nationales Heldentum und entmenschlichen den Feind. Die gesamte kulturelle Sphäre präsentiert sich als kulturelle Front. Selbst Modemarken geben Kollektionen mit Slogans wie «Töte alles Russische in Dir»4* *heraus, Magazine lassen Soldaten auf ihren Covern posen5 und publizieren Fotoserien mit militärischem Flair.6

Militarisierung, als «Durchdringung von sozialen Beziehungen […] durch militärische Beziehungen»7, verwandelt alle gesellschaftlichen Sphären zu verlängerten Schlachtfeldern, dominiert durch ihr Handlungsmuster: Freund und Feind zu unterscheiden sowie Bedrohungen und die Instrumente, von denen diese ausgehen können, zu erkennen. In dieser Logik wird Krieg allzeit präsent, Gefahr durchwebt jede Sprache, Kultur und Erinnerung, die mit dem «Feind» verknüpft ist. Die existenzielle Bedrohung und ihre angenommenen Wurzeln werden herangezogen, um außergewöhnliche Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung zu rechtfertigen.8 So funktioniert die Logik der Versicherheitlichung.

Die russische Sprache etwa, die in den Großstädten Charkow/Charkiw und Odessa/Odesa von einer Mehrheit gesprochen wird,9 wird von öffentlichen Figuren und politischen Akteur:innen immer stärker als Bedrohung dargestellt. Der ehemalige Regierungsbeauftragte für den «Schutz der Staatssprache» beschrieb Ukrainisch als «Sicherheitsfaktor» und Zugehörigkeitsmarker, an dem sich ablesen lasse, wer «zu uns» gehöre, und wer zu «den Anderen».10 Auch kulturelle Akteur:innen bedienen sich dieser Rhetorik, wenn beispielsweise ein berühmter Schauspieler vorschlug, Kinder zu schlagen, wenn diese Russisch sprächen,11 oder eine Autorin dazu aufrief, Eltern russisch sprechender Kinder zum Beispiel auf Spielplätzen zu tadeln.12

Neben der russischen Sprache ist auch die russische Kultur in ihren unterschiedlichen Ausprägungen zu einem Sicherheitsrisiko erklärt worden. Auch dabei spielen öffentliche Intellektuelle eine Rolle: Der Autor Volodymyr Rafeienko behauptete, dass «tote russische Kultur Ukrainer:innen töte»13 und die Schauspielerin Irena Karpa sprach von der russischen Kultur als einer von «Vergewaltigern und Dieben»14*. *Die Konsequenzen sind im Alltag fühlbar: Im Jahr 2022 wurden etwa elf Millionen russischsprachige Bücher aus Bibliotheken entfernt15 und Lehrer:innen, die in Schulen die russische Sprache verwenden, wurden mit Strafgebühren belegt.16 Auch die Rechte der ukrainisch-orthodoxen Kirche, die als «Agentennetzwerk des Kremls» dargestellt wurde, wurden gesetzgeberisch begrenzt.17 Darüber hinaus erklärte das Ukrainische Institut für Nationale Erinnerung, dass es eine «Angelegenheit nationaler Sicherheit» sei, russische und sowjetische Symbole aus dem öffentlichen Raum zu entfernen und dieser Prozess ein «essentieller Teil unseres mentalen Widerstands gegen den Aggressor» sei.18

Die Vergangenheit selbst wurde zu einer Sicherheitsfrage gemacht. Die ukrainische Gesetzgebung zur «Entkommunisierung»19 stuft positive Bezüge auf die sowjetische Vergangenheit als Propaganda des kommunistischen Regimes ein, die rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. In einem anderen Regierungsdokument20 wird festgestellt: «Die nostalgische Erinnerung an die Sowjetunion21 hat den Weg bereitet für die russische Aggression auf die Krim und den Donbass […] [und] die Vollinvasion wäre praktisch unmöglich gewesen, wenn die Bewohner:innen dieser Regionen nicht dem giftigen Gas der sowjetischen Weltanschauung ausgesetzt gewesen wären.»

In dieser Lesart ist die Ukraine nicht nur durch Bomben und Geschütze, wirtschaftliche Krisen und die russische Besatzung bedroht. Eine Gefahr besteht darin auch in Sprache, Kultur, Symbole und Erinnerungen eines nicht zu unterschätzenden Anteils der eigenen Bevölkerung. Indem diese Fragen zu Sicherheitsproblemen stilisiert werden, erzeugen die Behörden eine Atmosphäre der andauernden Bedrohung, die sich auch aus nicht-militärischen Phänomenen speist. Gleichzeitig marginalisieren sie damit Ukrainer:innen, die Träger:innen dieser vermeintlichen Bedrohungen sind und stellen so eine interne Hierarchie der ukrainischen Gesellschaft her.

Ausnahmezustand als Begründung für alltägliche Zwangsmaßnahmen

Der Krieg in der Ukraine stellt einen besonderen Fall des Ausnahmezustands dar, in dem unter dem Vorwand einer existenziellen Krise und der Überwindung (empfundener) Bedrohungen außerordentliche Maßnahmen legitimiert werden.22 Im April 2022 informierte die Ukraine den Europarat, dass sie im Zuge des Kriegsrechtes mehrere Klauseln der Europäischen Erklärung für Menschenrechte ausgesetzt hatte.23 Dazu gehörte das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung, das Briefgeheimnis, das Recht auf Achtung des Privatlebens, die Bewegungsfreiheit sowie das Recht auf Eigentum. Eine weitere Bestimmung begrenzte das Recht von im Ausland lebenden ukrainischen Männern ohne aktuelle militärische Registrierungsdokumente auf konsularische Dienstleistungen24.

Im Laufe des Krieges sind aus diesen Beschränkungen tatsächliche Rechtsbrüche geworden. Seit den ersten Tagen der Invasion hat die Ukraine ihre Grenzen für Männer im wehrfähigen Alter geschlossen. Diese Regelung ließ einen florierenden Schwarzmarkt für illegale Grenzübertritte entstehen. Hunderttausende Männer, die einer Kriegsteilnahme entgehen wollen, bezahlen Schmuggler, um das Land zu verlassen. Diejenigen, die sich das nicht leisten können, versuchen, sich über gefährliche Routen durch Flüsse, Wälder und über die Berge durchzuschlagen. Bis Mai 2025 hatte der ukrainische Grenzschutz25 etwa 49 Tausend Männer abgefangen, die einen illegalen Grenzübertritt gewagt hatten, und über 900 Schmugglerbanden ertappt. Bis Ende 2024 waren etwa fünfzig Menschen beim Versuch, die Ukraine über den Fluss Theiß (ukr. Tysa) ins angrenzende Rumänien oder Ungarn zu überqueren, ums Leben gekommen26. Im Laufe der Zeit sind auch die Methoden brutaler geworden, mit denen solche Fluchtversuche verhindert werden sollen – im September 2025 wurde ein 23-jähriger Mann während eines versuchten Grenzübertritts erschossen27.

Während die Kräfte und Ressourcen der ukrainischen Armee immer weiter schwinden, dokumentieren Videos vermehrt die Brutalität, mit der Rekrutierungsprozesse in Städten inzwischen ablaufen. Aufnahmen zeigen Männer, die durch die Straßen gejagt, in Autos gezerrt, verprügelt und gedemütigt werden, bevor sie in Rekrutierungszentren transportiert werden. Die Festgesetzten sind fatalen Bedingungen ausgesetzt, und UN-Beobachter:innen dokumentierten bereits Fälle von Folter und Misshandlung.28 Auch über Todesfälle29 und Selbstmordversuche30 unter den Zwangsrekrutierten wurde berichtet. Bei inzwischen geschätzt über 200.000 desertierten Soldaten seit Kriegsbeginn31 wird Zwangsrekrutierung verstärkt als Mittel zur Disziplinierung der Gesellschaft genutzt; gerade Kritiker des Militärs oder des Handelns der Behörden werden demonstrativ an die Front geschickt.

Auch politische Verfolgung hat unter dem Kriegsrecht zugenommen und trifft unterschiedliche Gruppen, sowohl in den Gebieten hinter der Front, als auch in den von Russland zurückeroberten. Bis August 2024 hatten die ukrainischen Behörden 8.464 Anklagen wegen «Kollaboration» und 1.302 wegen «Hilfe für den Angreifer» initiiert.32 Die Vereinten Nationen zeigten sich besorgt darüber und merkten an, dass es sich bei vielen dieser Fälle um Selbstschutzmaßnahmen gehandelt haben könnte, die durch das Völkerrecht garantiert seien.33 Darüber hinaus werden jeden Monat dutzende Menschen dafür verurteilt, dass sie Social-Media-Posts geliked haben, in denen kommunistische Symbole zu sehen sein sollen34, und es wurden bereits über 700 Äußerungen im Netz als «Unterstützung des Angreifers» verurteilt.35 Ebenso wurde Widerspruch gegen die Zwangsmobilisierung kriminalisiert: In der Stadt Winnyzja droht drei Frauen, die gegen die Rekrutierung ihrer Ehemänner protestiert haben, bis zu acht Jahren Gefängnis36.

Rechtfertigt der Zweck die Mittel?

Carl Schmitt definierte Souveränität als die Fähigkeit, über den Ausnahmezustand zu entscheiden37. Giorgio Agamben hingegen warnte davor, dass ein andauernder Ausnahmezustand Gefahr läuft, zeitweilige Aufhebungen von Rechten zu dauerhaften Herrschaftsmaßnahmen zu machen, und somit von einer einmaligen Entscheidung zu einer strukturellen Bedingung wird.38. Was in der Ukraine 2022 als Notfallmaßnahmen begann – Ausgangssperren, Grenzschließungen für Männer, Zwangsrekrutierungen, die Kriminalisierung von Widerspruch und die Versicherheitlichung von Sprache und Kultur – hat sich allmählich als systematischer Mechanismus des Alltags etabliert. Der Abbau rechtlicher Standards ist kein zeitweiliges Opfer zum Zwecke des Überlebens mehr, sondern eine neue Realität.

Während der russische Angriffskrieg weiterhin täglich die Leben von Ukrainer:innen bedroht, fahren die ukrainischen politischen Eliten und diverse aktivistische Kreise eine ethnonationalistische Agenda und konzentrieren sich darauf, die russische Kultur und Sprache auszulöschen. Dies, sowie die allumfassenden Militarisierung der ukrainischen Gesellschaft, ergänzen die durch den russischen Krieg hervorgerufene Gefahrenlage nur weiter: Menschen, die in Rekrutierungszentren zusammengeschlagen werden, bei Grenzübertritten sterben oder für ein Like auf den sozialen Medien ins Gefängnis kommen. Diese Maßnahmen treffen die Ärmsten der Gesellschaft überproportional. Diejenigen, die es sich leisten können, das Land zu verlassen oder sich aus der Rekrutierung herauszukaufen, sind größtenteils sicher: Familienmitglieder von Parlamentarier:innen, lokalen Amtsträger:innen oder Wirtschaftseliten finden sich nur selten an der Front wieder, genausowenig wie Kulturschaffende oder Aktivist:innen, die sich als Vorkämpfer:innen an der «kulturellen Front» gerieren. In der Ukraine ist Sicherheit zu einem Privileg für diejenigen geworden, die es sich leisten können.

Deshalb muss der Ausgangspunkt von Debatten über Sicherheit sein, dass Krieg fundamental unvereinbar mit einer tatsächlichen Sicherheit ist. Das Beispiel der Ukraine zeigt, dass nicht nur Drohnen und Geschütze, sondern beinahe alles zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit erklärt werden kann und auf dieser Basis Repressionen und Menschenrechtsverletzungen gerechtfertigt werden können. Es zeigt auch, dass Krieg nicht nur Sicherheit und Demokratie zerstört, sondern Menschen auch die Möglichkeit raubt, das öffentliche Leben und ihr eigenes Schicksal aktiv zu gestalten. Indem sie Individuen ihrer Handlungsmacht berauben, entmenschlichen die ukrainischen Eliten nicht nur den Feind, sondern auch ihre eigenen Bürger:innen. Anstatt ihnen die Fähigkeit und Freiheit zuzutrauen, freiwillig das zu verteidigen, was ihnen wichtig ist, werden sie zu einer «mobilisierbaren Ressource» ohne Wahlmöglichkeit, Würde und Repräsentation. Dies ruft schwierige Fragen auf: Kann eine Demokratie überleben, wenn die führenden Klassen die Staatsbürger:innen nicht mehr als Menschen sehen? Kann ein Krieg im Namen von «Freiheit und Demokratie» mit Methoden gekämpft werden, die ebendiese Ideale verraten? In einer Gesellschaft, die durch solche Antagonismen gekennzeichnet ist, wird es schwer sein, zu Solidarität oder gar Versöhnung zu kommen.

Analog dazu garantiert auch die wachsende Militarisierung Europas nicht den Bestand der Demokratie, sondern ist vielmehr ein Weg dazu, sie zu zerstören – zuerst werdet ihr eure soziale Sicherheit opfern, dann eure Leben. In solch einer Zeit darf die Devise nicht sein, sich zu bewaffnen und sich darauf vorzubereiten, für den Staat zu sterben, sondern mit allen Mitteln zu verhindern, dass es so weit kommt. Wahre Sicherheit kann nicht durch einige weitere Jahre Frieden erkauft werden – sie muss auf langfristigen Strukturen aufbauen, die nachhaltigen Frieden sichern und zukünftige Kriege verhindern können. Solche Strukturen müssen global aufgebaut werden und alle gesellschaftlichen Gruppen, besonders die schwächsten, schützen.

Eben solche Strukturen aufzubauen ist die Aufgabe linker Kräfte, die erkannt haben, dass die Lösung der globalen Sicherheitskrise außerhalb des Systems liegt, das seit Jahrhunderten Kriege hervorbringt. Eine Lösung, die nicht bedeutet, sich in Kriegen auf eine «Seite»zu schlagen, sondern solidarisch zu sein mit allen seinen Opfern. Dafür müssen wir die Gesellschaften auf beiden Seiten des Konflikts ernst nehmen und nicht über Gewalt hinwegsehen, die unter dem Deckmantel des Kriegszustands verübt wird. Wir dürfen uns nicht dazu verleiten lassen, den Gegner zu entmenschlichen oder uns selbst und unsere Verbündeten zu überhöhen, sondern vielmehr in den Blick nehmen, welche Interessen die regierenden Eliten einer Gesellschaft im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung haben. Eine solche kritische Analyse erfordert die Auseinandersetzung mit den Dynamiken, die zu diesem blutigen Krieg geführt haben, und den Mut, sich mit seinen tiefer liegenden strukturellen Gründen zu beschäftigen.

  1. UN World Population Prospects 2024.
  2. Edward D. Mansfield und Jack Snyder, “Does War Influence Democratization?,” in In War’s Wake: International Conflict and the Fate of Liberal Democracy, hg. von Elizabeth Kier und Ronald R. Krebs (Cambridge: Cambridge University Press, 2010), 23–49.
  3. Büro des Präsidenten der Ukraine, “Ukraine Fights for the Values of Freedom and Democracy, and Thus Counts on the Support of the Civilized World,” President of Ukraine (March 1, 2022), https://is.gd/odrh3V, eingesehen am 01.10.2025.
  4. Vika Hrynenko, “«Вбийте все російське в собі». Бренд german. та «ебаут» випустили дроп, присвячений пам’яті Юрія Феліпенка,” The Village Україна, July 31, 2025, https://is.gd/UEXCtG, eingesehen am 01.10.2025.
  5. BBC News Україна, “Новий скандал через Vogue. На обкладинці „не військова, а усміхнена цивільна“, дорікають українці“, March 2, 2025, https://is.gd/H1b7fO, eingesehen am 01.10.2025.
  6. Рылев Константин, “Фотосессия Зеленских вызвала скандал. Но там, где снимает Лейбовиц – делается история”, July 29, 2022, https://is.gd/IPyEOp, eingesehen am 01.10.2025.
  7. Martin Shaw, “Twenty-First Century Militarism: A Historical-Sociological Framework,” in Militarism and International Relations: Political Economy, Security, Theory, hg. von Anna Stavrianakis und Jan Selby (London and New York: Routledge, 2013), 20.
  8. Barry Buzan, Ole Wæver, und Jaap de Wilde, Security: A New Framework for Analysis (Boulder, CO: Lynne Rienner Publishers, 1998).
  9. Rating Sociological Group, Eighth All-Ukrainian Municipal Survey, April–May 2023 (Kyiv: Center for Insights in Survey Research, 2023), 154, https://is.gd/Ku7VqS, eingesehen am 25.09.2025.
  10. Ірина Львова, “Немає такого терміну: мовний омбудсмен пояснив, що таке російськомовність в Україні,” Informator.ua, https://is.gd/8ElEwj, eingesehen am 10.09. 2025.
  11. Діана Могилєвич, “Відомий український актор Богдан Бенюк закликав бити дітей за російську мову,” УНІАН, 29 квітня 2025 року, https://is.gd/t0SdTO, eingesehen am 14.10.2025.
  12. Дар’я Бережна, “«Шикувати батьків зросійщених дітей»: Ніцой закликала робити зауваження, якщо діти спілкуються російською,” Focus.ua, 21 червня 2025 року, https://is.gd/JHSlP3, eingesehen am 14.10.2025.
  13. Володимир Рафєєнко, “Як мертва російська культура вбиває українців,” Критика, https://is.gd/DnyGud, eingesehen am 14.10.2025.
  14. BBC Україна, “Ірена Карпа про російську культуру: „Це культура ґвалтівників і крадіїв, і жодним Толстоєвським це не припудриш“,” BBC Україна, https://is.gd/oXb4Ph, eingesehen am 14.10.2025.
  15. Євгенія Кравчук, “Україна у цивілізований спосіб оновлює бібліотечні фонди й позбувається пропагандистської літератури та книг, що прославляють тоталітарний радянський режим,” Верховна Рада України, 10.02.2023, https://is.gd/ntcaAt, eingesehen am 14.10.2025.
  16. Марія Волошин, “В вузах контролируют соблюдение языкового закона: что грозит нарушителям,” 24tv.ua, January 18, 2023, https://is.gd/7DFjPx, eingesehen am 14.10.2025.
  17. Лилия Ржеутская, “УПЦ в Украине теперь под запретом? Что предусматривает закон,” DW.com, August 21, 2024, https://is.gd/5RFSHl, accessed October 14, 2025.
  18. Марія Тахтаулова, ред., Збірник матеріалів, рекомендацій і документів щодо виконання вимог Закону України «Про засудження та заборону пропаганди російської імперської політики в Україні і деколонізацію топонімії» (Київ: Смолоскип, 2023), eingesehen am 14.10.2025.
  19. Закон України “Про засудження комуністичного та націонал-соціалістичного (нацистського) тоталітарних режимів в Україні та заборону пропаганди їхньої символіки”, Відомості Верховної Ради України 26 (2015), https://is.gd/3BpoIY, eingesehen am 10.09.2025.
  20. Пояснювальна записка до проекту Закону України «Про внесення змін до Закону України “Про географічні назви” щодо деколонізації топонімії та впорядкування використання географічних назв у населених пунктах України» (2022), https://is.gd/qBMSic, eingesehen am 10.09.2025.
  21. Im Original «совок», abwertender Begriff für die Sowjetunion und damit Verbundenes [Anm. d. Übers.].
  22. Carl Schmitt, Politische Theologie: Vier Kapitel zur Lehre von der Souveränität, 11. korrigierte Ausgabe (Berlin: Duncker & Humblot, 2021).
  23. Euronews, “Ukraine Expands Martial Law in a Bid to Boost Defences Near Occupied Areas,” Euronews, April 29, 2024, https://is.gd/b6UX69, eingesehen am 14.10.2025.
  24. Ibid.
  25. Ольга Лебедева, “Украина с начала войны предотвратила выезд 49 тысяч мужчин,” DW.com, May 21, 2025, https://is.gd/cHuGV5, eingesehen am 14.10.2025.
  26. Олександр Шосталь, “ДПСУ розповіла, тіла скількох чоловіків виявили у Тисі з лютого 2022 року,” 112.ua, 24.12.2024, https://is.gd/GlrX5w, eingesehen am 14.10.2025.
  27. “В Одесской области погиб мужчина при попытке незаконного пересечения границы,” NV.ua, September 3, 2025, https://is.gd/oWwy7z, eingesehen am 14.10.2025.
  28. 42nd Periodic Report on the Human Rights Situation in Ukraine (1 December 2024 – 31 May 2025), https://is.gd/8Cc1Dt, June 30, 2025.
  29. Олексій Арунян, «Чому відбуваються і як розслідують смерті військовозобовʼязаних у ТЦК — розповідаємо про проблему в пʼяти історіях», Суспільне, August 26, 2025, eingesehen am 14.10.2025.
  30. «В ТЦК на Полтавщині чоловіки намагалися покінчити з собою», Novyny.live, M’ry 15, 2025, https://is.gd/AX4zFC, eingesehen am 14.10.2025.
  31. Олександр Шумілін, «За час повномасштабного вторгнення відкрили більше 250 тисяч справ про СЗЧ і дезертирство», Українська правда, August 26, 2025, https://is.gd/iwkezi, eingesehen am 14.10.2025.
  32. Олексій Арунян, «В Україні вже більше 8 тисяч справ про колабораціонізм: що з ними не так?», Ґрати, August 2, 2024, https://is.gd/nbzMUS, eingesehen am 14.10.2025.
  33. 42nd Periodic Report on the Human Rights Situation in Ukraine
  34. Beispielsweise wurde zwischen Dezember 2024 und Februar 2025 gemäß des Artikels 436–1 des ukrainischen Strafgesetzes zur «Erstellung und Verbreitung von kommunistischer oder nationalsozialistischer Symbolik und Propaganda kommunistischer und nationalsozialistischer totalitärer Regime» Urteile gesprochen über Likes und Posts in sozialen Medien, die kommunistische Symbolen enthalten hätten (Latysh, 2025).
  35. «Prison for ‚likes‘ in the social networks? How people are punished for ‚justifying‘ Russia’s aggression», Kharkiv Human Rights Protection Group, January 29, 2024, https://is.gd/hGB1GK, eingesehen am 14.10.2025.
  36. Дмитро Гулійчук, «В Вінниці трьом жінкам повідомили про підозру через штурм стадіону з мобілізованими: їм загрожує суворе покарання», ТСН, 8 вересня 2025 р., https://is.gd/HVMeR4, eingesehen am 14.10.2025.
  37. Schmitt 2021.
  38. Agamben G. State of Exception. Chicago: University of Chicago Press, 2005.