
Wir wollen unterschiedlichen, progressiven Perspektiven, auch aus Kontexten außerhalb des deutschsprachigen Raumes, ein Forum geben, in dem auch kontroverse, konfligierende Meinungen abgebildet werden sollen. Dabei versuchen wir nicht nur, auf ein diverses AutorInnenprofil zu achten, sondern möchten auch ein Beitragsportfolio von möglichst unterschiedlichen Genres anbieten; von politischen Essays über wissenschaftlich informierte Texte, Kommentare, Berichte und Rezensionen.
Ein zentraler Themenbereich unserer Debatte ist die Hochschul- und Wissenschaftspolitik. Besonders durch die Etablierung moderner Wissensgesellschaften kommt den Orten, an denen Wissen geschaffen wird, eine besondere Bedeutung zu. Hochschulen sind immer Räume gewesen, in denen über den Status Quo hinaus gedacht wurde. Diese Orte zu verstehen und zu gestalten, halten wir daher für bedeutsam.
Sexistische Staatenlenker und Universitätsrektoren mit Beziehungsproblemen, sich als antiimperialistisch verstehende linke Intellektuelle und rechtsextreme Denker mit imperialistischen Ambitionen, europäische Royals und amerikanischer Finanzadel – die Liste an gesellschaftlichen Gruppen, die in den Veröffentlichungen der sogenannten «Epstein-Files» auftaucht, ist beliebig fortsetzbar und diverser, als dass ein einseitig politisierbares Feindbild daraus gezeichnet werden könnte. Einige Gemeinsamkeiten haben die Persönlichkeiten allerdings, die seit den späten 1990er Jahren in Korrespondenz mit dem verurteilten Sexualverbrecher Jeffrey Epstein waren: Sie alle sind Teil einer «Elite» – ob wirtschaftlich, wissenschaftlich oder politisch – und sie alle waren bereit, zu sexuellem Missbrauch und Menschenhandel zu schweigen, die Augen davor zu verschließen oder sogar aktiv daran teilzuhaben, um Teil dieser «Elite» zu bleiben.
»Wenn 30 Prozent diese Partei wählen, können wir nicht auf Dauer so tun, als wäre das die Ausgeburt der Hölle« und »Wahrscheinlich wäre es sogar einfacher, wenn, wie in Dänemark, Sozialdemokraten die Ersten wären, die auch mit den Rechtspopulisten bei bestimmten Themen zusammenarbeiten, die unsere Wähler heute in deren Arme treiben« sind zwei Äußerungen, die…