Der Fall Epstein – Wie funktioniert linke Staatskritik
Sexistische Staatenlenker und Universitätsrektoren mit Beziehungsproblemen, sich als antiimperialistisch verstehende linke Intellektuelle und rechtsextreme Denker mit imperialistischen Ambitionen, europäische Royals und amerikanischer Finanzadel – die Liste an gesellschaftlichen Gruppen, die in den Veröffentlichungen der sogenannten «Epstein-Files» auftaucht, ist beliebig fortsetzbar und diverser, als dass ein einseitig politisierbares Feindbild daraus gezeichnet werden könnte. Einige Gemeinsamkeiten haben die Persönlichkeiten allerdings, die seit den späten 1990er Jahren in Korrespondenz mit dem verurteilten Sexualverbrecher Jeffrey Epstein waren: Sie alle sind Teil einer «Elite» – ob wirtschaftlich, wissenschaftlich oder politisch – und sie alle waren bereit, zu sexuellem Missbrauch und Menschenhandel zu schweigen, die Augen davor zu verschließen oder sogar aktiv daran teilzuhaben, um Teil dieser «Elite» zu bleiben.
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Weiterlesen: Der Fall Epstein – Missbrauch mit dem und durch das System. Oder: Wie funktioniert linke Staatskritik?
Sexistische Staatenlenker und Universitätsrektoren mit Beziehungsproblemen, sich als antiimperialistisch verstehende linke Intellektuelle und rechtsextreme Denker mit imperialistischen Ambitionen, europäische Royals und amerikanischer Finanzadel – die Liste an gesellschaftlichen Gruppen, die in den Veröffentlichungen der sogenannten «Epstein-Files» auftaucht, ist beliebig fortsetzbar und diverser, als dass ein einseitig politisierbares Feindbild daraus gezeichnet werden könnte. Einige Gemeinsamkeiten haben…
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Weiterlesen: Virginia Giuffres Nobody’s Girl – Ein persönlicher Lesebericht
Virginia Roberts Giuffre: Nobody’s Girl. Meine Geschichte von Missbrauch und dem Kampf um Gerechtigkeit. München: Yes Publishing 2025, 400 S., ISBN: 978-3-96905-167-2, 26,00€. Der Beitrag enthält Schilderungen über sexualisierte Gewalt und Suizid. Niemandes Mädchen Das Gesicht des Mädchens ist verschwommen. Die Länge ihrer dunkelblonden Haare, die Form ihres Mundes, ihrer Nase, Augen und Ohren lassen…
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Weiterlesen: Nichts gelernt – Warum sich der gesamtgesellschaftliche Umgang mit den Betroffenen sexueller Gewalt dringend ändern muss
Ein ganzes Leben voller Fragmente aus Bildern, gemeinsamer Erfahrungen der Jahreszeiten eines geteilten Lebens sind verbunden mit dem anderen, mit dem Gegenüber, das nicht mehr das ist, nie war, wie es einmal schien. Bilder, die verbrennen, verwischen, zu Staub zerfallen – und große Fragen hinterlassen nach dem, was darauf eigentlich einmal zu sehen war. Aus…
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Weiterlesen: Nicht mit dem Staat, aber auch nicht ohne? Im Gespräch mit Koschka Linkerhand über den Stand der feministischen Bewegung und ihr Verhältnis zum Staat
Die Veröffentlichungen der Epstein-Akten werden wenig überraschend von voyeuristischer Sensationslust und kruden Verschwörungserzählungen begleitet. Die Offenbarungen über eine sexuell und moralisch verkommene Elite passen perfekt in das Weltbild mancher Akteure, die sich sofort bemühen, die patriarchale Gewalt Epsteins und seiner Kontakte klassenreduktionistisch zu instrumentalisieren. Die neu gegründete *Revolutionäre Kommunistische Partei* (RKP) fordert eine «Revolution gegen…
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Weiterlesen: Erregender Frauenhass. Eine Kritik der Pornografie. Gespräch mit dem Feministischen Bündnis Heidelberg
Zum Buch Erregender Frauenhass. Eine Kritik der Pornografie Alibri Verlag 2026, 335 S., 19€ Nach ihrem erfolgreichen Sammelband *Was kostet eine Frau? Eine Kritik der Prostitution *(2020) legt das Feministische Bündnis mit dem Sammelband *Erregender Frauenhass. Eine Kritik der Pornografie *(2026) nach. Anknüpfend an eine materialistisch-feministische sowie psychoanalytisch fundierte Analyse und Kritik der Prostitution wird…
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Weiterlesen: Machtmissbrauch und Mythos – wenn Kritik in Verschwörung kippt
Die «Epstein Files» stehen exemplarisch für die Grenze zwischen legitimer Kritik an Machtverhältnissen und ihrer verschwörungsideologischen Überdeutung. Während der Fall reale sexualisierte Gewalt, institutionelle Komplizenschaft und strukturelle Machtasymmetrien sichtbar macht, wird er zugleich zur Projektionsfläche geschlossener Verschwörungsideologien, die aus diesen konkreten Verhältnissen umfassende Totalerklärungen über Macht und «Eliten» ableiten. Auf der einen Seite machen die…
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Weiterlesen: Elitenkritik bei Viktor Orbán – klar populistisch, aber auch antisemitisch?
«Gemeinsam haben wir Ungarn befreit» – mit diesen Worten trat der damalige Oppositionsführer Péter Magyar am 12. April 2026 vor seine Anhänger*innen in Budapest. Befreit von Viktor Orbán, der 16 Jahre lang die Regierungsgeschäfte in dem Land führte. Mit 136 von 199 Mandaten für Magyars Tisza-Partei besteht für Orbán keine große Hoffnung mehr, in den…
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Weiterlesen: Die zwei Prinzen: Verschwörung, Aristokratie und Ungleichheit
Aus dem Englischen übersetzt von Carl Julius Reim Als der britische König Charles I. 1649 vor Gericht stand, tadelte ihn Lord President Bradshaw mit den Worten: «Sir, Sie haben sich so verhalten und solche Worte fallen lassen, als ob Sie in keiner Weise dem Gesetz unterworfen wären oder als ob das Gesetz nicht über Ihnen…
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Weiterlesen: Überreichtum und politische Ohnmacht
Ein zentraler Grundsatz des deutschen Wahlrechts lautet, dass jede Stimme das gleiche Gewicht hat. So steht es inArtikel 38 des Grundgesetzes – und so versteht sich die Demokratie selbst. Der Anspruch ist eindeutig: Politischer Einfluss soll nicht von Einkommen, Vermögen oder sozialem Status abhängen. Soweit das Versprechen. Denn was formal gilt, wird materiell zunehmend unterlaufen.…
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Weiterlesen: Konstruierte Ohnmacht? Verfasste Studierendenschaften im Spannungsfeld zwischen Institutionalisierung und Durchsetzungsfähigkeit
Konstruierte Ohnmacht? Verfasste Studierendenschaften im Spannungsfeld zwischen Institutionalisierung und Durchsetzungsfähigkeit Die Geschichte studentischer Bewegungen zeigt, dass sich diese sowohl als studentische Interessenvertretung als auch als gesellschaftliche Kraft, die politische und soziale Verhältnisse grundsätzlich infrage stellt, verstehen. Historisch und international gibt es viele Beispiele dafür, wie Studierende hunderttausende Menschen mobilisierten und gesellschaftliche Veränderung vorantrieben – sei…
Berichte und Rezensionen
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Weiterlesen: Zwischen Verstehen und Verhindern – Rezension zum Band »Was war Faschismustheorie«
Rezension zu: Morten Paul (Hg.): Was war Faschismustheorie. Berlin: Verbrecherverlag 2026, 432., ab 20,00 € oder digital als Open-Access-Buch Im Mai dieses Jahres tobt zwischen den Seiten der deutschen Zeitungen eine Auseinandersetzung darum, was denn nun Faschismus oder zumindest der neue Faschismus sei und ob man überhaupt etwas gewinnt, wenn man nach ihm fragt oder…
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Weiterlesen: Frau, Mann, Recht.
Rezension zu: Manon Garcia: Mit Männern leben. Überlegungen zum Pelicot-Prozess. Berlin: Suhrkamp 2025, 195 S., 20,00€. Manon Garcia legt mit ihrem Buch eine überzeugende Analyse vor, in der sie gesellschaftliche Zusammenhänge nachvollziehbar miteinander verknüpft und aufzeigt, inwiefern Männlichkeit Frauen und Institutionen beeinflusst. Besonders gelungen ist dabei die Balance zwischen analytischer Distanz und inhaltlicher Nähe, wodurch…
Hochschulrubrik
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Weiterlesen: Konstruierte Ohnmacht? Verfasste Studierendenschaften im Spannungsfeld zwischen Institutionalisierung und Durchsetzungsfähigkeit
Konstruierte Ohnmacht? Verfasste Studierendenschaften im Spannungsfeld zwischen Institutionalisierung und Durchsetzungsfähigkeit Die Geschichte studentischer Bewegungen zeigt, dass sich diese sowohl als studentische Interessenvertretung als auch als gesellschaftliche Kraft, die politische und soziale Verhältnisse grundsätzlich infrage stellt, verstehen. Historisch und international gibt es viele Beispiele dafür, wie Studierende hunderttausende Menschen mobilisierten und gesellschaftliche Veränderung vorantrieben – sei…