Für Gott und Vaterland? – Die Linke und der Nationale Widerstand

Die Haltung zu Staat und Nation – sei dies nun die ‹Eigene›, der ‹Nachbar› oder eine allgemeine Kategorie – treibt Linke schon seit Jahrhunderten um. Die Marxsche Weisheit, dass die «Arbeiter (…) kein Vaterland»1 hätten, wird heute kaum mehr wörtlich genommen. Erst nach Marx‘ Ableben ist die Nation vollumfänglich in ihre Rolle als ideologische Leitinstanz hineingewachsen und mit dem 20. Jahrhundert zur Kategorisierungsgrundlage für den Wert von Menschen avanciert.2 Die Empirie über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in ‹der Arbeiterklasse› hat längst auch eine nationalistische Grundhaltung offengelegt, die dem ‹revolutionären Subjekt› den Blick auf die ‹Klassengeschwister› verklärt. In Deutschland wurde ein diesbezügliches Misstrauen offenbar schon länger gehegt, da bereits in den 1930ern das Institut für Sozialforschung ressentimentgeladene Vorstellungen in der Arbeiterklasse konstatierte, während das Bewusstsein für den eigenen Klassenstandpunkt schwach ausgeprägt war.3 Nichtsdestotrotz (und zurecht) blieb der Internationalismus immer ein Grundbestandteil der marxistischen und kommunistischen Weltsicht, inklusive des formulierten Anspruchs jenseits von Nationen zu denken, wenngleich dies in der Regel misslang.

Die Linke und die Befreiung

Thorsten Mense hat in seinem Buch Kritik des Nationalismus herausgearbeitet, wie der Umgang mit der Nation in der Entwicklung der Linken teils ambivalenten Charakter annahm, da auch die Nation selbst sehr unterschiedliche Rollen im Ringen um die befreite Gesellschaft spielte. Während die großen bürgerlichen Revolutionen in Frankreich und den USA auf einem republikanischen Nationenkonzept aufbauten und zumindest prinzipiell Gleichheit und Staatsbürgerrechte versprachen, verfolgten andere nationale Zusammenschlüsse einen völkischen rassistischen Charakter, mit dem sie Ausgrenzung und Ungleichheit verteidigten. Auch wurde etwa nationalistischer Wahn von der Opposition zum Ersten Weltkrieg als Ursache der Katastrophe identifiziert und das Denken in nationalen Zusammenhängen etwa von Rosa Luxemburg grundsätzlich abgelehnt.4 In vielen Teilen der Welt, etwa Osteuropa, blieb die Erlangung der nationalen Unabhängigkeit aber das angestrebte Ziel, um sich aus der imperialen Fremdherrschaft zu befreien.

Der Vietnamkrieg und die Jahrzehnte der antikolonialen Kämpfe führten dann auch in der westlichen Welt zu einem generellen Aufschwung und einer eindeutigeren Positivbesetzung des Nationalismus, der als Teil der nationalen Befreiung verstanden wurde.5 Zugleich scheiterten Ansätze wie die «Randgruppenstrategie» der deutschen Linken der 1960er Jahre. Damals hatten linke Aktivist:innen in der Hoffnung auf ein neues revolutionäres Subjekt versucht, die Unterstützung von stark marginalisierten Gruppen – etwa mit der Befreiung von Heimkindern – zu gewinnen, um diese für die Revolution zu rekrutieren. Auch Proletarisierung zwecks Betriebseroberung in den frühen 1970ern, als hunderte, wenn nicht tausende linker Studierender ihr Studium abbrachen und in der Industrie versuchten, das Proletariat zu agitieren, brachte kein revolutionäres Subjekt für die postnazistische Bundesrepublik hervor. Damit blieb nur noch der sehnsuchtsvolle Blick über den geographischen Tellerrand. Die antikolonialen Befreiungsbewegungen und die damit verbundenen antiimperialistischen Kämpfe boten eine ideale Projektionsfläche für die eigenen ausbleibenden Erfolge westlicher Linker. Die Vorstellung war, dass sich die revolutionäre Bewegung im Zuge der nationalen Befreiung des unterdrückten Volkes in einer sozialen Befreiung fortsetzen würde. Die klare Gut-Böse-Dichotomie der Auseinandersetzung bot eine einfache Möglichkeit, Partei zu ergreifen. Die USA nahmen dabei die klare Antagonistenrolle als Interventionskraft in Teilen Afrikas und Südamerikas ein – die Sowjetunion, besonders aber China unterstützten dagegen die entsprechenden Widerstandsgruppen.6

Mit dem Ende der Sowjetunion fiel auch die sozialistische Fassade verschiedener Unabhängigkeits- und Widerstandsbewegungen. Zudem war der Großteil der ehemals kolonisierten Gebiete mittlerweile unabhängig geworden – neokoloniale Abhängigkeitsverhältnisse luden durch die komplexeren und indirekten Unterdrückungsstrukturen weit weniger zu polemischen Solidaritätsadressen ein. Aber auch inhaltlich wurde die zuvor relativ einheitlich vertretene antiimperialistische Haltung in dieser Zeit kritisch hinterfragt.

Gegen Volk und Nation

Der wichtigste Reflexionsmoment innerhalb der radikalen Linken der Bundesrepublik ergab sich, als die Revolutionären Zellen, eine militante Gruppe vergleichbar mit der RAF, im Jahr 1991 ihren Text Gerd Albartus ist tot veröffentlichte. In diesem schildern sie ihre Entfremdung gegenüber einem internationalistisch verstandenen Antiimperialismus, ausgelöst durch die Katastrophen der fehlgeschlagenen Flugzeugentführung in Entebbe und die Ermordung ihres ehemaligen Genossen Gerd Albartus durch eine palästinensische Widerstandsgruppe, sei es wegen eines Spitzelvorwurfes oder dessen offener Homosexualität. Bei der Entführung der Passagiermaschine zur Freipressung gefangener Mitglieder hatten sich RZ-Terrorist:innen dadurch hervorgetan, dass sie die Geiseln in jüdische und nichtjüdische aufgeteilt und nur die jüdischen in ihrer Gewalt behalten hatten. Bei der Geiselbefreiung wurden mehrere der Terrorist:innen erschossen. Verbleibende Angehörige der RZ haben im Nachgang erstmals Antisemitismus innerhalb der eigenen Reihen problematisiert und sich von einem Antiimperialismusverständnis, welches «soziale Befreiung unmittelbar an die Erlangung staatlicher Souveränität koppelte» 7 distanziert.8

«Die Beendigung der Fremdherrschaft, so dachten wir, sei gleichbedeutend mit dem Beginn der sozialen Revolution.»9* ** *Entgegen dieser Hoffnungen hätte die nationale Befreiung, wo immer sie erfolgreich gewesen sei, jedoch nur zu neuer Unterdrückung geführt:

«Erst in dem Maße, wie nach vollzogener Nationwerdung neue Kämpfe ausbrachen, (…) deren antagonistischer Kontrahent der Komplex von Gewalt und Verwertung war, den jener Staat verkörperte, waren wir imstande, den Mythos nationaler Unabhängigkeit und den ihm immanenten, alle Differenzen homogenisierenden Volksbegriff zu relativieren.»10

Entscheidend wurde für die entstehende antinationale Strömung in der deutschen Linken die Feststellung, dass Nation und Nationalismus sich nicht trennen ließen. Nicht der Nationalismus war eine Extremform der Nation, sondern die Nation selbst als gesellschaftliches Konstrukt Ergebnis von Nationalismus. Das negierte zwar nicht den progressiven Charakter, den einige Nationenkonzepte trugen, ließ aber ein unkritisches Anknüpfen an nationale Befreiungsbewegungen oder gar eigenen Nationalstolz nicht zu. Letztlich drohte das Umschlagen «vom revolutionären Prinzip zur reaktionären Ausgrenzungsideologie».11

Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands und dem quasi zeitgleichen Auseinanderbrechen mehrerer Vielvölkerstaaten entlang ethnischer Grenzen, verloren nationale Befreiungsbewegungen in der allgemeinen Wahrnehmung den progressiven Charakter der antikolonialen Bestrebungen und die radikale Linke ihren real existierenden Gegenentwurf.12 Die Hoffnungen auf eine Demokratisierung der DDR oder eine Verwirklichung emanzipativer Ideale wurden von der Wiedervereinigungseuphorie überrollt. Diese ging mit einem neuen Volksbewusstsein der Deutschen, verbunden mit verstärkter Fremd- und Feindidentifikation einher.13 Die antinationale und die sich dann abspaltende antideutsche Strömung innerhalb der Linken versuchten sich dem entgegenzustellen. Unter dem Motto Nie wieder Deutschland! liefen am 12. Mai 1990 20.000 Menschen durch Frankfurt am Main. Während diese Mobilisierung die Wiedervereinigung und auch folgende rassistische Gewalteskalation nicht verhindern konnte, sensibilisierten die neuen Strömungen doch für den Umgang mit Begriffen wie Volk und Nation.

Umbrüche

Diese Ausdifferenzierung innerhalb der linksradikalen Szene schwächte ihr Interesse an antiimperialistischen Kämpfen. In den 2000ern hatten sich neben dem Nahostkonflikt als Langzeitproblem lediglich die Zapatistas in Mexiko und die kurdische Widerstandsbewegung als internationale Bezugsgrößen gehalten.14 Daneben sammelten maoistische Kleingruppen zwar Gelder für die «Volkskriege» in Nepal und andernorts, doch prägten diese Aktivitäten weit weniger das Gesamtbild der radikalen Linken. Insgesamt bestand in der Szene eine antinationale Dominanz, wobei die Position zu Israel einen fortgesetzten Streitpunkt bildete.15 In Ansätzen hat sich diese Haltung bis heute gehalten: Deutschlandflaggen sucht man auf Demonstrationen vergeblich, die Nationalhymne klingt befremdlich und auch die Debatten um Wehrpflicht und Aufrüstung zeugen nicht von frisch entflammten patriotischen Anwandlungen innerhalb der Linken.16

Im aktuellen Aufflammen des Nahostkonflikts, der viele junge Menschen neu politisiert hat, deutet sich allerdings ein Rückfall in der Auseinandersetzung um Nation und das Potential von nationalen Befreiungsbewegungen und ein Comeback des klassischen Antiimperialismus an. Die nationale Befreiung der Palästinenser:innen soll die eigene Erlösung bringen: No one is free until Palestine is free. Stephan Grigat bezeichnete dies als «Erlösungsantizionismus».17

Neue alte Feindbilder

Wenn dann der Free Palestine-Forderung ein Free Kongo und Free Sudan angehängt werden zeigt sich die analytische Schwäche des wiederauferstandenen Antiimperialismus. Im Falle des Sudans kann (und sollte) zwar durchaus der Einfluss von Staaten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten kritisiert werden.18 Die Free-Forderung fokussiert aber die Befreiung von ‹Fremd›-Herrschaft und versucht die Konflikte einzig als Resultat imperialer Intervention durch die USA oder ihre Verbündeten zu erklären. Diese Simplifizierung der Kritik findet sich auch im Beschluss der Linksjugend [’solid] mit dem Titel Nie wieder zu einem Völkermord schweigen, wo die «Unterdrückung des palästinensischen Volkes durch Israel» Teil des Plans zur Aufrechterhaltung «des undemokratischen Status quo [ist], der von imperialistischen Mächten wie den USA und Deutschland in der ganzen Region aufrechterhalten wird.» Auch der Bundesrepublik wird die Beteiligung am «Genozid in Gaza (…) motiviert durch imperiale Interessen in der Region» unterstellt, wie auch immer diese ausgeprägt sein mögen.19

Ähnlich wie bereits vor einem halben Jahrhundert schaut man zugunsten der Feindkonstellation nicht zu genau auf die vermeintlichen Befreier. So wurden etwa in der Sahelregion die in der Regel korrupten und illegitimen Regierungen nicht von kommunistischen Widerstandsgruppen, sondern vom Militär gestürzt. Die neuen Führungen der subsaharischen Putschstaaten ersetzten lediglich die Einflussnahme Frankreichs durch diejenige Russlands, während progressive Reformen in der Regel ausblieben. Dennoch wird die Revolte von einigen antiimperialistischen Gruppen wie der Kommunistischen Organisation zu einer Befreiung verklärt, zu einem notwendigen Schritt in der Entwicklung zu einem sozialistischen System.20 Derweil verbietet Ibrahim Traoré, neuer Machthaber Burkina Fasos, der sich als Wiedergänger Thomas Sankaras feiern lässt, Homosexualität in seinem Land.21

Das aufmerksamkeitsökonomische Ungleichgewicht offenbart zudem, dass es weniger um tatsächliche humanitäre Krisen und Menschenrechte geht, sondern eher um symbolisch aufgeladene Konflikte, die das eigene Revolutionsbedürfnis befriedigen sollen. Inhaltlich führt diese Haltung in eine Sackgasse. So ist es kaum mehr möglich, die verschiedenen Aspekte und Besonderheiten von Konflikten einzuordnen und zu beurteilen. Stattdessen wird nur eine rudimentäre Machtverteilung untersucht, bei der die USA als der internationale Hegemon oder ihre Verbündeten der Feind sind und jede Macht, die sich dem entgegenstellt – ob nun der Iran, Afghanistan oder die Huthis im Jemen – jedes moralische und juristische Recht besitzen, Widerstand zu leisten. Sie führen den vermeintlichen antiimperialistischen Kampf. Internationale Konflikte und humanitäre Katastrophen werden in der Folge auf mediale Ereignisse reduziert, ähnlich Teamsportevents, bei denen jeder Schlag gegen die richtige Seite mit Jubel quittiert wird. Die ‹Friedensaktivistin› Yasemin Acar hat dies vorgemacht, indem sie «die Raketenangriffe des iranischen Mullah-Regimes auf Israel mit einem Freudentanz»22 gefeiert hat. Der Anspruch, Menschenleben vor zwischenstaatlichen Aggressionen in Schutz zu nehmen, tritt zurück für ein wir-gegen-die, das durch die eigene Un-Involviertheit zu einem Spektakel stilisiert wird.

Volk und Nation von links

Die grundsätzliche Diffusion, die sich hier im neuen Aufwind erfahrenden antiimperialistischen Jugendblock breit macht, geht aber weitaus tiefer. So findet auch eine Re-Essentialisierung von Ethnie und Kultur statt. Die Debatten um kulturelle Aneignung zeugen etwa von einer festen Vorstellung, welche kulturellen Besitztümer welchen Menschengruppen von Geburt her zustehen. Passend werden (besonders prägnant im Nahostkonflikt) ethnisierten Menschengruppen ihre natürlichen ursprünglichen Gebiete zugewiesen. Im Glauben an eine Verbindung von Volk und Boden schwingen völkische Konzepte offen mit, auch wenn sie hinter dem Vorwand der Kulturgemeinschaft verborgen werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Haltung und ihre offene Flanke in Richtung eines Ethnopluralismus weiterentwickelt.

Das Feld von Nationalismus und Antiimperialismus wird spätestens seit dem 7. Oktober 2023 weltweit wieder verstärkt von links bespielt. Fraglich ist,sich dieses Verhältnis mittelfristig entwickelt, ob es als eigenes Kampfgebiet auch ohne Israel als Feindbild massenwirksam bleiben kann und ob es neben Nahost auch andere Konfliktregionen berücksichtigen wird.

Vorerst scheint aber Palästina als Sehnsuchtsort westlicher Erlösungsfantasien herhalten zu müssen. Stimmen kritischer Palästinenser:innen sind dabei eher störend. So wurde etwa der Friedens- und Demokratieaktivist Hamza Howidy bereits mehrfach des Verrats denunziert. «Mein Blut ist palästinensisch»23 heißt es auf Arabisch in einem beliebten Demolied der Protestbewegung, das auf TikTok starke Verbreitung fand. Ob sich die jungen Demonstrierenden mit den entsprechenden Implikationen tatsächlich identifizieren, oder man sich über die Bedeutung gar nicht so viele Gedanken macht, muss die Zukunft erweisen.

  1. Karl Marx/Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, in: dies., MEW 4, Berlin 1974, S. 459–493, hier S. 479.
  2. Der Vollständigkeit halber ist das Geschlecht als zentrale Differenzkategorie, die noch fundamentaler zwischen Menschen scheidet, dem beizustellen.
  3. Vgl. Erich Fromm, Arbeiter und Angestellte am Vorabend des Dritten Reiches. Eine sozialpsychologische Untersuchung, Gießen 2019.
  4. Vgl. Thorsten Mense, Kritik des Nationalismus, Stuttgart 20232.
  5. Vgl. zu diesem Abschnitt Jan Gerber, Nie wieder Deutschland? Die Linke im Zusammenbruch des „realen Sozialismus“, Freiburg im Breisgau 2010, 258 ff.
  6. Durch die Rolle der USA im Kalten Krieg waren nun die ehemaligen Alliierten die Gegner, denen man nun in Verdrehung der Geschichte Faschismus unterstellen konnte.
  7. Revolutionäre Zellen, Gerd Albartus ist tot, in: Zum historischen Verhältnis der radikalen Linken zum Zionismus 20243, S. 42–49, hier S. 46.
  8. Auch vorher haben bereits Intellektuelle wie Jean Améry oder Wolfgang Pohrt Antisemitismus in der Linken angeprangert. Ihre Kritik konnte aber erst durch die Umbrüche der 1990er wirklich Relevanz entfalten.
  9. Revolutionäre Zellen (Anm. 7), S. 46.
  10. Ebd.
  11. Mense (Anm. 4), S. 34.
  12. Zwar bildeten DDR und Sowjetunion für die meisten Strömungen (mit Ausnahme der DKP) keinen direkten ideologischen Anknüpfungspunkt, dennoch dienten die Systeme in gewissem Sinne als eine politische Rückversicherung, die Bestätigung, dass das radikal Andere möglich wäre.
  13. Vgl. Joachim Bruhn, Was deutsch ist. Zur kritischen Theorie der Nation, Freiburg–Wien 2019.
  14. Sowohl Zapatistas als auch die kurdische PKK vertraten allerdings weitaus differenziertere Positionen zu Volk und Nation.
  15. Selbstverständlich überdauerte auch der klassische manichäische Antiimperialismus mit völkischer Färbung, war aber mit DKP und anderen eher auf ein Randphänomen im Gesamtgefüge reduziert.
  16. Nichtsdestotrotz regt sich bei allzu harscher Kritik an Heimatkitsch und Deutschtümelei auch in der deutschen Linken weiterhin Empörung, so etwa geschehen bei einem heimatkritischen Artikel von Thorsten Mense im nd, dem in Leserbriefen unter anderem Kosmopolitentum vorgeworfen wurde. Mit dem Team Wagenknecht ist der Versuch, linkssozialdemokratische Positionen mit Nationalismus rückzukoppeln auch im parlamentarischen Spektrum wieder vertreten.
  17. Stephan Grigat: Vom Nationalsozialismus zum Hass auf Israel, Vortrag an der Freien Universität Berlin, 19.02.2023, https://is.gd/z9VHU5.
  18. Auch die Rolle der Bundesrepublik in dem afrikanischen Land würde ein erhebliches Kritikpotenzial bieten und wenig Linke würden die in der Vergangenheit erfolgten Waffenlieferungen an die aktuellen Kriegsparteien verteidigen oder gar gutheißen. Es ist bezeichnend, dass diese Waffenlieferungen bis auf einige Presseberichte wenig bis kein Interesse in der Linken hervorgerufen haben.
  19. Linksjugend [’solid] Bundeskongress, Nie wieder zu einem Völkermord schweigen 2025, https://is.gd/PtKKPp (Zugriff: 04.11.2025), S. 1.
  20. Vgl. Redaktion der Kommunistischen Organisation, Der Sahel strebt nach Souveränität 2025, https://is.gd/B7jFV9 (Zugriff: 04.11.2025).
  21. Vgl. Philipp Sandner, Ibrahim Traoré: Held in den sozialen Medien, Autokrat daheim, in: DW, 8. 9. 2025.
  22. Annabel Wahba, Yasemin Acar. Sie sagt, sie sei gewaltfrei – aber feierte Bomben, in: Die Zeit, 24. 10. 2025 Die mediale Rolle solcher Aktivist:innen wird deutlich, wenn man ihre Reichweite in den sozialen Medien einbezieht. Über 450.000 Nutzer:innen folgen Acar etwa auf instagram.
  23. Mohammed Assaf, Dammi Falastini (2014).